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Übernahme von Gewitterschäden

Welche Versicherung zahlt den Schaden?

Bei Versicherungsnehmern herrscht öfters Unklarheit darüber, an welche Versicherung sie sich im Falle von Gewitterschäden melden müssen. Wenn man den Schaden rechtzeitig der richtigen Versicherung meldet, besteht eine gute Chance, dass man seine Kosten ersetzt bekommt. Aus diesem Grund ist es wichtig, keine Zeit mit der Suche nach der einschlägigen Versicherung zu verlieren.

Häufig betroffen von Sturm- und Hagelschäden ist das auf der Straße geparkte Auto. Für diese Schäden ist die Teilkaskoversicherung zuständig, die dafür in der Regel in voller Höhe aufkommt. Versicherungsnehmer sollten diese Schäden unverzüglich fotografieren und sie innerhalb einer Woche bei ihrer Versicherung melden.

Etwas anderes gilt für Gebäude und Hausrat. Hat das Gewitter das Haus oder die Wohnung beschädigt, muss man sich an seine Wohngebäudeversicherung melden. Sind Gegenstände innerhalb der Wohnung wie z.B. Elektrogeräte nach einem Blitzeinschlag beschädigt, zahlt die Hausratversicherung. Dies gilt jedoch nicht für Schäden, die durch Überschwemmungen nach Starkregen entstehen. Für solche Schäden kommt nur eine Elementarschadenversicherung auf.

Sollten Sie trotz dieses Leitfadens Schwierigkeiten mit der Leistungsübernahme durch ihre Versicherung haben, lohnt sich die anwaltliche Beratung.

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Überfluteter Keller reicht nicht aus

Überschwemmungsschaden nur bei Überflutung des Grundstücks

Versicherungsnehmer, die sich gegen Naturereignisse wie Überschwemmungen absichern wollen, sollten beim Abschluss einer Elementargefahrenversicherung genau darauf achten, was diese tatsächlich abdeckt. Zur Verdeutlichung ein Urteil des OLG Köln vom 9. April 2013 (Az. 9 U 198/12): Ein Versicherungsnehmer begehrte Ersatz für einen Überschwemmungsschaden. Im Keller des versicherten Gebäudes stand Grundwasser bis zu einer Höhe von 10 cm. Dennoch verweigerte die Versicherung die Übernahme. Zu Recht, so das auf den ersten Blick überraschende Urteil. Eine Überschwemmung liege nur dann vor, wenn „Grund und Boden, auf dem das versicherte Gebäude steht“ überflutet seien. Dazu reicht es nicht aus, wenn nur das Wohngebäude oder dessen Keller überflutet seien. Vielmehr muss auch der unbebaute Grundstücksteil überflutet sein. Sonst ist die Elementargefahrenversicherung nach Auffassung des Gerichts nicht zur Übernahme des Schadens verpflichtet.

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