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Sturz beim Skifahren: Kein Arbeitsunfall

Event zum Knüpfen von Geschäftskontakten

Nicht immer eindeutig zu beantworten ist die Frage, wann ein Unfall als Arbeitsunfall anerkannt werden kann. Besondere Unklarheiten herrschen bei "Mischevents", die sowohl beruflichen als auch privaten Zwecken dienen. Eine Einordnung für diesen Fall hatte das Bayerische Landessozialgericht in einer Entscheidung vom 31. Oktober 2013 (Az. L 17 U 484/10) vorzunehmen.

Der Kläger hatte an einem Ski-Event teilgenommen, das von seiner Geschäftsbank ausgerichtet worden war. Dort sollte sich den Teilnehmern die Gelegenheit bieten, in ungezwungener Atmosphäre Geschäftskontakte zu knüpfen und zu pflegen. Für den Kläger endete die Veranstaltung allerdings unglücklich: Er stürzte bei einer Skiabfahrt und erlitt einen Kreuzbandriss.

Diese Verletzung wollte er als Arbeitsunfall anerkannt haben. Nach Auffassung des Gerichts sei eine Ablehnung durch die Berusgenossenschaft aber gerechtfertigt. Bei solchen Mischevents sei auf die konkrete Tätigkeit im Unfallmoment abzustellen. Während einer Skiabfahrt habe der Kläger keine geschäftlichen Kontakte pflegen können, sodass der Unfall nicht als Arbeitsunfall anerkannt werden kann.

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