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Wann zahlt die Krankenkasse eine Brustoperation?

Zwingende medizinische Gründe müssen ersichtlich sein

Eine Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 7. Oktober 2013 (Az. L 4 KR 477/11) beschäftigt sich mit der Kostenübernahme bei Brustoperationen. Die Klägerin hatte ihre Brust verkleinern lassen und verlangte von der gesetzlichen Krankenkasse Kostenerstattung. Nach Auffassung des Gerichts muss die Kasse jedoch nur für eine Brust-OP aufkommen, wenn diese aus zwingenden medizinischen Gründen durchgeführt werden muss.

Das können zum Beispiel eine Erkrankung der Brüste oder eine entstellende Wirkung z.B. durch Asymmetrie sein. Im Fall der Klägerin wurden Wirbelsäulenbeschwerden geltend gemacht, die auf die Brustgröße zurückzuführen sein sollten. Allerdings war dies medizinisch nicht ausreichend belegt worden. Dass die Rückenschmerzen nach der OP aufgehört haben, sei - so das Gericht - kein ausreichender Beweis für eine medizinische Notwendigkeit des Eingriffs.

Für Eingriffe, die eher kosmetischen Gründen dienen, müsse die Krankenkasse aber nicht zahlen. Aus diesem Grund sollten sich Versicherte die medizinische Notwendigkeit einr Operation bereits im Voraus von einem Facharzt bestätigen lassen.

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