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Versicherungsschutz: Parken vor statt in der Garage kann teuer werden

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Dr. Christian Bock, Tätigkeitsschwerpunkt u.a. im Versicherungsrecht, und von Leon Martin, studentische Hilfskraft.

Das Landgericht (LG) Magdeburg hat einer Fahrzeughalterin nur einen Teil des Diebstahlschadens ihres PKW zugesprochen, da sie diesen entgegen ihrer Vereinbarung mit der Kaskoversicherung nachts nicht in, sondern vor die Garage geparkt hatte.

Im vorliegenden Fall hatte die klagende Versicherungsnehmerin vergessen, ihren 5er BWM für die Nacht in die Garage zu setzen. Der vor der Garage abgestellte Wagen wurde sodann in der Nacht gestohlen. Daraufhin beantragte die Klägerin von ihrer Kaskoversicherung den Ersatz des vollen Schadens.

Der Richter am LG Magdeburg hat eine Selbstbeteiligung der Klägerin in Höhe von 30 % des von ihr geltend gemachten Schadens angenommen.

Nach Auffassung des Gerichts habe sie sich pflichtwidrig verhalten, als sie ihren Wagen, anders als im Versicherungsvertag vereinbart, nachts nicht in die Garage parkte. Dadurch habe sich das Diebstahlrisiko des versicherten Fahrzeugs wesentlich erhöht. Dies stehe im Widerspruch dazu, dass sie gerade einen Versicherungsvertag abgeschlossen habe, bei dem sie als „Garagenparkerin“ geringere Versicherungsprämien zahlen musste, da hierbei das Diebstahlrisiko erheblich reduziert werde.

Die vertragliche Pflichtverletzung kommt der Klägerin nun teuer zu stehen: Fast 6.000 € des ihr entstandenen Schaden muss sie selbst tragen.

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