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05.07.2013
07:29

Verletzung der Aufklärungsobliegenheit

Fahrerflucht führt zu Verlust des Vollkaskoschutzes

Bei unerlaubtem Entfernen  vom Unfallort sind nach einem Urteil des OLG Naumburg vom 21.06.2012 (Az. 4 U 85/11) nicht nur strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten. Die Fahrerflucht kann sich auch auf den auf den Versicherungsschutz auswirken.

Ein Fahrer, der sich nach einem Unfall unerlaubterweise vom Unfallort entfernt, verletzt die gegenüber seiner Versicherung bestehende Aufklärungsobliegenheit. Diese verpflichtet ihn dazu, an der Unfallstelle auf das Eintreffen der Polizei zu warten, damit erforderliche Feststellungen zum Unfallhergang getroffen werden können. Insbesondere muss geklärt werden, ob der Unfall unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geschehen ist. Dies würde Auswirkungen auf die Versicherungsleistung haben.

In diesem Fall wird die Kaskoversicherung von der Ersatzpflicht frei. Sie bleibt nur dann zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer nachweisen kann, dass der Versicherung durch seine Unfallflucht keine Nachteile bei der Feststellung des zugrundeliegenden Sachverhaltes und der Leistungsverpflichtung entstanden sind. Dies wird dem Versicherungsnehmer in der Regel nicht gelingen, da eine etwaige Alkoholisierung im Nachhinein nicht mehr feststellbar ist.

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